FILMit

Wie aufwendig es ist, einen Film zu produzieren, ist vielen Menschen wahrscheinlich gar nicht bewusst. Kreativ sein, ein Story-Book schreiben und Requisiten organisieren, Licht und Ton sind wichtig, drehen, schneiden und die passende Musik unterlegen - all das und noch vieles mehr gehört dazu. Die Jugendlichen, die in den Herbstferien am Projekt „FILMit“ teilnahmen, haben nun das Handwerkszeug, sind echte Profis, ob nun vor und hinter der Kamera. Fünf Tage lang drehten sie insgesamt drei Filme. Das Ferienprojekt fand dieses Jahr im Jugendhaus Kiwi in Wernau statt. 

Bereits zum elften Mal organisierten die drei Einrichtungen des Kreisjugendrings, das Jugendhaus Kiwi in Wernau, die Zehntscheuer in Deizisau und die Offene Schulbezogene Jugendarbeit in Reichenbach, das Filmprojekt. Insgesamt 19 Jugendliche im Alter von elf bis 16 Jahren aus Wernau, Deizsiau und Reichenbach nahmen teil. Sie bildeten drei Studios, das Studio Stuttgart, das Studio Baden- Baden und das Studio Berlin. Unterstützt wurden die Teilnehmer von jeweils vier Teamern. „Viele davon waren früher selbst FILMit-Teilnehmer. Jetzt können sie die gesammelten Erfahrungen weitergeben“, sagt Wernaus Jugendhausleiter, Holger Kaufhold. „Die Ehemaligen helfen auch beim endgültigen Feinschliff der Filme“.

Junge Filmemacher

Jedes Studio drehte seinen eigenen Film, der eine Länge von circa acht bis zehn Minuten haben sollte. Andere Vorgaben gab es nicht viele, dafür ein verbindendes Element, das in irgendeiner Art und Weise in jedem Film vorkommen sollte. Passend zur Jahreszeit drehte sich dieses Mal alles um das Thema „Kürbis“. Zwei der Produktionen ähneln einem Thriller, inspiriert durch Halloween. Durch verschiedenste Requisiten, wie beispielsweise eine Jalousie oder bunte Kontaktlinsen, wurde für spezielle Licht- und Schatten-Verhältnisse und einen gewissen Gruselfaktor gesorgt. Das dritte Studio war für die Nachrichten zuständig. Jeden Tag fassten sie Aktuelles in einer Nachrichtensendung zusammen. Währenddessen produzierten sie eine Zusammenfassung der ganzen Woche mit allen Highlights, Eindrücken und „Behind the Scenes“-Szenen. „Jeder hat seine Rolle oder Aufgabe, die er besonders gern macht und gut kann“, sagt Heike Banzhaf-Frasch von der Zehntscheuer. „Und im gemeinschaftlichen Zusammentun entwickeln sich tolle Ideen und ein erfolgreiches Ganzes“.

Öffentlich gezeigt wurden die drei Filme beim großen Gala-Abend am vergangenen Sonntag in der Wernauer Stadthalle im Quadrium. So konnte jeder Teilnehmer mit seiner Familie und Freunden seinen Film und die Filme der anderen Studios ansehen. Wie jedes Jahr wurde auch dieses Jahr die „Silberne Filmbüchse“ nach unterschiedlichen Kriterien vergeben.

 

Text: Janina Buß | Wernauer Anzeiger

Holger Kaufhold
Schulsozialarbeiter und Jugendhaus Kiwi
hkaufhold@kiwi-wernau.de
07153 39793